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PoliScan Speed: Geschwindig­keitsmessgerät von Vitronic

Auch die Firma Vitronic hat mit ihrem PoliScan Speed Tower ein Lasermessgerät auf den Markt gebracht, das die Geschwindigkeit von Fahrzeugen ermitteln kann. Überschreiten diese die zulässige Höchstgeschwindigkeit, sind Sanktionen wie Bußgelder, Punkte oder ein Fahrverbot laut Verkehrsrecht oft die Folge. Aber wie funktioniert der Vitronic PoliScan Speed genau?

FAQ: Das Wichtigste zum PoliScan Speed

Wie funktioniert der PoliScan Speed?

Hier erklären wir, wie die Geschwindigkeitsmessung mit dem PoliScan Speed funktioniert.

Können beim PoliScan Speed Messfehler auftreten?

Welche Messfehler beim PoliScan Speed auftreten können, erfahren Sie hier.

Wie kann ich gegen eine fehlerhafte Messung vorgehen?

Durch einen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid können Sie eine fehlerhafte Messung anfechten.

Funktionsweise des PoliScan Speed

Der von Vitronic entworfene PoliScan Speed ist stationär im Tower oder mobil verwendbar.
Der von Vitronic entworfene PoliScan Speed ist stationär im Tower oder mobil verwendbar.

Geschwindigkeitsmessungen durch Lasertechnik sind im deutschen Straßenverkehr schon längst an der Tagesordnung. Da die Geschwindigkeit von Fahrzeugen durch Laserstrahlen relativ genau und unbemerkt gemessen werden kann, sind bereits viele Hersteller von Blitzern auf diesen Zug der Geschwindigkeits­messung aufgesprungen.

Der PoliScan Speed funktioniert durch die sogenannte LIDAR-Methode (Abkürzung für: „Light Detection and Ranging“). Das bedeutet, dass Laserstrahlen vom Sendegerät ausgeschickt werden, die sich fächerartig in einem Winkel von 45 Grad ausbreiten.

Fährt nun ein Fahrzeug in diesen Messbereich, werden die Lichtstrahlen von verschiedenen Teilen des Fahrzeugs reflektiert. Durch die Laufzeit der Strahlen ergibt sich die Entfernung, woraus dann die Geschwindigkeit ermittelt werden kann. Bei dem PoliScan Speed handelt es sich zudem um einen Laser-Blitzer, da das Gerät während der Messung eine Fotoaufnahme des Fahrzeugs macht, um die spätere Ahndung zu erleichtern.

PoliScan Speed: Können Messfehler auftreten?

Ein Einspruch gegen den PoliScan Speed lohnt sich selten, da das Messgerät kaum Fehler aufweist.
Ein Einspruch gegen den PoliScan Speed lohnt sich selten, da das Messgerät kaum Fehler aufweist.

Auch der PoliScan Speed kann Fehler bei der Messung aufweisen, die einen Bußgeldbescheid nachträglich ungültig machen können.

Vereinzelt kann eine falsche Unter­scheidung zwischen PKW und LKW bei der Messung möglich sein, das ist jedoch nur selten der Fall.

Zudem geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Mannheim vom November 2016 hervor, dass viele Messungen des PoliScan Speed ungültig sein können, da die Geräte nicht den Vorgaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt entsprechen. Denn: Diese sieht vor, dass nur Messwerte beachtet werden dürfen, die in einer Entfernung zwischen 20 und 50 Metern vom Gerät zum Fahrzeug gemessen werden.

Tatsächlich werden bei Messungen jedoch auch außerhalb dieses Radius liegende Objektpunkte einbezogen. Aus diesem Grund kann beim PoliScan Speed ein Einspruch oft lohnenswert sein, da die zum Bußgeldverfahren führenden Messwerte vor der Annahme der Sanktion unbedingt geprüft werden sollten.

Beachten Sie: Das Gerät PoliScan Speed kann sowohl mobil als auch in einer Säule stationär eingesetzt werden, um die Geschwindigkeit vom Fahrzeug zu messen.

Bildnachweise:
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Über den Autor

Sascha Münch (Rechtsanwalt)
Sascha Münch

Nach dem Studium an der Universität Bremen absolvierte Sascha Münch sein Referendariat am OLG Celle. 2013 erhielt er die Zulassung zum Rechtsanwalt und 2019 folgte die Bestellung zum Notar (seit 2021 Notar a. D.). Auf sos-verkehrsrecht.de befasst er sich u. a. mit den Bereichen Bußgeldverfahren und Einsprüchen.