RATGEBER

Das Verwarnungsgeld nicht bezahlt: Kommt ein Bußgeld auf Sie zu?

Was folgt. wenn das Verwarnungsgeld nicht bezahlt wird?
Was folgt. wenn das Verwarnungsgeld nicht bezahlt wird?

Viele Autofahrer wissen nicht, dass es zwei Arten von Geldstrafen gibt, die bei Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr drohen: das Bußgeld und das Verwarngeld. Wird das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, kommt ein Bußgeld auf Sie zu. Bei der Überweisung des Verwarnungsgeldes passieren häufig Fehler, welche dazu führen, dass das Verwarngeld zum Bußgeld wird. Wie Sie dem aus dem Weg gehen können, wird im folgenden Ratgeber geklärt.

FAQ: Verwarnungsgeld nicht bezahlt

Bekomme ich einen Bußgeldbescheid, wenn ich das Verwarnungsgeld nicht bezahle?

Halten Sie die Frist für die Zahlung des Verwarnungsgeldes nicht ein, wird ein Bußgeldverfahren eröffnet und Sie erhalten einen Bußgeldbescheid.

Wie kann ich ein Verwarngeld anfechten?

Der Gesetzgeber sieht den Einspruch nur gegen den Bußgeldbescheid vor. Um gegen ein ggf. ungerechtfertigtes Verwarnungsgeld vorzugehen, muss daher ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden.

Welchen Nachteil hat ein Bußgeldbescheid?

Erstellt die Behörde einen Bußgeldbescheid, werden Gebühren von mindestens 25 Euro sowie eine Pauschale für den Versand fällig.

Was ist eigentlich ein Verwarnungsgeld?

Wer das von der Polizei erhobene Verwarnungsgeld nicht bezahlt, muss ein Bußgeld erwarten.
Wer das von der Polizei erhobene Verwarnungsgeld nicht bezahlt, muss ein Bußgeld erwarten.

Eine Verwarnung – umgangssprachlich auch Strafzettel oder Knöllchen genannt – kann von der Polizei oder dem Ordnungsamt bei geringfügigen Ordnungswidrigkeiten ausgesprochen. Zu diesen zählen unter anderem Halte- und Parkverstöße.

Die Verwarnung kann mündlich oder schriftlich erfolgen und ein Verwarngeld enthalten. Die Höhe liegt dabei zwischen 5 und 55 Euro. Es können aber auch Verwarnungen ohne Verwarngeld erteilt werden. Laut § 55 Abs. 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG) ist auch bei einer Verwarnung eine Anhörung möglich.

Wann wird ein Verwarnungsgeld zum Bußgeld?

Eine Verwarnung wird dann wirksam, wenn der Betroffene den geforderten Betrag entweder sofort zahlt oder innerhalb einer Frist von einer Woche an die betreffende Behörde überweist.

Das Unterlassen der Zahlung eines Verwarnungsgeldes wird als Nichtannahme des Angebotes durch den Betroffenen gewertet. Wird das geforderte Verwarnungsgeld nicht bezahlt, wird ein Bußgeld erhoben. Dieses enthält immer auch weitere Kosten in Form von Auslagen und Gebühren und fällt somit teurer aus.

Was kann dazu führen, dass das Verwarnungsgeld als nicht bezahlt gilt?

Zusätzliche Kosten: Wird das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, droht ein Bußgeld.
Zusätzliche Kosten: Wird das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, droht ein Bußgeld.

Und auch wenn Sie den Betrag bezahlen, dabei jedoch Fehler machen, kommt ein Bußgeld auf Sie zu. Vermeiden Sie also folgende Fehler, denn wird das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, droht ein Bußgeld.

  1. Fehlende oder falsche Angabe des Aktenzeichens bei der Überweisung
    Geben Sie bei der Überweisung kein oder ein falsches Aktenzeichen an, so kann Ihnen Ihre Zahlung in den meisten Fällen nicht zugeordnet werden. Trotz fristgerechter Zahlung gilt das Verwarnungsgeld dann als nicht bezahlt. Ein Bußgeld ist die Folge.
  2. Sie überweisen das Verwarngeld zu spät
    Die Geldbuße muss innerhalb einer einwöchigen Frist überwiesen werden. Überschreiten Sie diesen Zeitraum, wird von der Bußgeldstelle ein Verfahren eingeleitet.
  3. Sie überweisen einen zu geringen Betrag
    Auch wer einen zu niedrigen Betrag überweist, muss mit einem Bußgeldbescheid rechnen.

Sollten Sie einen Bußgeldbescheid bekommen, können Sie innerhalb von zwei Wochen nach dessen Zustellung Einspruch einlegen. Dies ist besonders dann ratsam, wenn hohe Geldstrafen, Punkte in Flensburg oder ein Fahrverbot drohen.

Bildnachweise: depositphotos.com/lucidwaters, fotolia.com/© Picture-Factory, fotolia.com/© Peter Maszlen

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